VEGAN FREE FOOD BLOG

Es ist ja jeder und jedem unbenommen, sein Futter so zu gestalten, wie sie oder er das will. Ich bin ja selbst der letzte, der sich davon abhalten lassen wollen würde. Aber mir passiert es immer öfter, dass ich über eine Genuss-versprechende Headline oder ein Wasser-im-Mund-zusammenlaufen-lassendes Bild stolpere – und dann stellt sich heraus, dass es sich um ein Rezept mit allerhand Zutaten handelt, die ich so in meiner Küche nicht habe und auch nicht zu haben gedenke. Ich muss nämlich keine Eier substituieren, keine Butter ersetzen oder irgendein Joghurt-Look-a-like nehmen. Mir ist auch kein Gebot meiner persönlichen Religion bekannt, das mir den Konsum von echtem Fleisch von toten Tieren untersagen würde.

Also habe ich mich entschlossen, diese Haltung nach außen hin zu kennzeichnen: der Genussfaktor ist ein VEGAN FREE FOOD BLOG.

Das Logo für die Kennzeichnung

Der Genussfaktor verpflichtet sich hiermit, seinen Leserinnen und Lesern keine anderen Rezepte unterzujubeln, als man hier im Hause selber essen würde. Wir dürfen die Dinge so nehmen, wie sie in den guten alten und neuen Rezepten stehen, wir müssen nichts substituieren. Denn auch tierische Produkte, und erst recht Produkte an denen auch nur im weiteren Produktionsprozess Tiere beteiligt waren, dürfen gegessen werden. Das schließt auch Lebewesen ein, die wir bei uns kulturell bedingt nicht eben gerne verkochen. Das zu tun sei dennoch jeder und jedem selbst überlassen.

Jedes Produkt, das der Genussfaktor verwendet, hat seinen logischen Platz in der Rezeptur. Also: wenn es Tofu – wie hier damals beim Wrenkh – gibt, dann darf das natürlich auch so sein. Aber irgendwelches Zeug, das sich als Fleisch ausgibt, kommt uns nicht in die Pfanne! Wir verwenden Eier und Milchprodukte, wo sie traditionellerweise hingehören. Wir verwenden Käse aus der Milch von Tieren: in der Regel sind das Schafe, Ziegen und Kühe. Wir halten Butter für besser als jede Margarine.

Ich habe noch die Diskussion gut in Erinnerung, als es die Lebensmittelindustrie unternahm, ihre Tiefkühl-Pizze mit sogenanntem Analogkäse zu verbilligen. Dass man dasselbe Substitut nun recht teuer im Spezialgeschäft als veganen Käse kaufen kann, nimmt uns bestenfalls wunder. Erst recht, was man hier über die Vorteile des analogen Käses lesen kann…

Das Gütesiegel VEGAN FREE FOOD BLOG teilt den Besucherinnen und Besuchern von vornherein mit, dass wir in dieser Hinsicht ernsthafte Traditionalisten sind. Und wir werden das ganz friedlich bleiben. Zumindest solange die Europäische Union nicht auf die Idee kommt, uns zu veganen Lebensmitteln zwingen zu wollen.

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