Artikel-Schlagworte: „Fisch“
Saiblingsfilet auf Wok-Gemüse
Er ist immer wieder äußerst schmackhaft: der heimische Saibling. Da lass ich glatt eine Reihe von Meeresfischen stehen.
Man kriegt ihn zum Glück fangfrisch auf unseren Märkten!
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Trattoria all’Antica Mola – Venezia
Sie steht inzwischen in jedem Reiseführer, aber eben auch nach wie vor im Slow Food Guide Osterie d’Italia, was für konstante Qualität unbeindruckt vom Touristenstrom bürgt.
Nach wie vor stehen an der Theke der Trattoria all’Antica Mola die Menschen aus der Nachbarschaft auf eine ombra und tratschen mit dem alten Eigentümer oder scherzen mit der jungen Chinesin, die seit einigen Jahr hier das Service betreut. Familien feiern gerne hier mit einem ausgelassenen Weihnachtsdinner, man zelebriert ein mehrgängiges Mittagessen, ehe man weiter seiner Wege geht.
Nichts ist hier hektisch, man spürt förmlich, wie man auch noch im Vergleich zur ohnehin langsamen venezianischen Zeitempfindung gebremst wird.
Die Küche ist unprätentiös, bodenständig – man müsste sagen lagunenständig: es gibt Meeresfrüchte und Fisch, allem voran die unvergleichlichen Sarde in saor:
Darüber hinaus: herrliche Vongole in Weißwein, wie sich’s gehört mit frischer Petersilie und viel Knoblauch zubereitet, eine himmlische Zabaione mit flaumiger Panetone zum Abschluss. So kann man sich sogar Weihnachten gefallen lassen.
Zu finden ist sie abseits der Touristenpfade an der ruhigen Fondamenta degli Ormesini im Viertel Santa Lucia.
Besser. Einfach.
Wer sich in Venedig aufzuhalten gedenkt, wird gemeinhin davor gewarnt, dass die kulinarische Szene der Lagunenstadt in erster Linie geprägt wäre vom Touristennepp und astronomischen Kosten bei überschaubarer bis geringster Qualität, vorgetragen mit halbseidenem Schmäh. Und selbst wo man ordentlich essen könne, brenne man – im Sinne einer monetären Gästerasur.
Gut: das mag alles vorkommen, und nicht einmal selten, schließlich ist Venedig der Hotspot der touristischen Umtriebe Italiens – und so manches andere Land tut sich schwer, einen ähnlich hohen Grad an Kommerzialisierung und Frechheit überhaupt zu erreichen. Doch es ist auch eine Stadt mit kulinarischem Flair, mit bodenständiger Küche zu weniger als gutbürgerlichen Preisen. Es ist wie meistens auf dieser Welt eine Frage des gewußt wo.
Was also wäre naheliegender, als sich einem Führer anzuvertrauen. Doch die Erfahrung sagt, dass die Lokale, die in herkömmlichen Reiseführern genannt werden, ihren Eintrag in den wenigsten Fällen ihrer Qualität und Preiswürdigkeit verdanken, geschweige denn ihren kulinatischen Leistungen oder ihrer Authentizität.
Zum Glück bieten sich spezielle Cicerones an:
Machen wir den Anfang mit dem titelgemäß vielversprechenden Band Venedig genießen – 200 authentische Rezepte und Lokaltipps von Gerd Wolfgang Sievers, das überwiegend aus Rezepten besteht und nur einen sehr knappen Anhang mit den versprochenen Lokaltipps enthält. Unter diesen finden sich jedoch viele Lokalitäten, die entweder in der Serenissima notorisch sind wie Harrys Bar oder aber in jedem durchschnittlichen Reiseführer Aufnahme finden.
Als Kochbuch gut zu gebrauchen, ebenso zur Vorabinformation, was denn in Venedig abgesehen von Pizza und Pasta asciuta so auf den Teller kommt, sehr zu empfehlen. Als kulinarischer Wegbegleiter durch die feindliche Lokalszene aber von nur geringem Mehrwert gegenüber dem Reiseführer. Der wesentliche Gewinn besteht vielleicht noch darin, sich auf eine Küche mit viel Fisch und Meeresfrüchten einzustellen.
Von ganz anderem Kaliber ist da schon das unscheinbare Büchlein Besser. Einfach. des Wiener Autors Günter Schatzdorfer, der sich gerne mit dem Schauspieler Wolfgang Böck auf Entdeckungsreise begibt.
Seinem Untertitel gemäß versprechen die beiden Genussmenschen Eine kulinarisch-kulturelle Reise durch die Lagunen nach Venedig – und das halten sie auch. Der unangestrengte Plauderton trägt allerhand Wissenswertes und schlicht Interessantes vor, die ausgeprägte Liebe der beiden zu Speis’ und Trank führt denn auch in eine Vielzahl von Lokalitäten – auch wenn sie nicht lexikalisch gelistet und mit korrekten Adressen aufgeführt sind. Ein Reisehandbuch für Faule ist es nicht, eher ein ungewichtiger Schmöker, der so manches verrät, unter anderem eine Menge von einfachen Lokalen, in denen man zu geradezu lächerlichen Preisen hervorragend zu essen bekommt – und das nicht nur im venezianischen Hochpreiskontext.
Schatzdorfer und Böck entführen in Osterie, die mittags von Arbeitern oder Studenten frequentiert werden und nur ein oder zwei Gerichte anbieten, die dafür konkurrenzlos gut und billig, aber auch zu Wirtsleuren, die alte Traditionen und die mikrolokale Verankerung in ihren Vierteln noch pflegen, sich im besten Fall um eine einheimischenschonende Integration ihrer internationalen Gäste bemühen. Man lernt hier Gegenden kennen und schätzen, in denen einen der normale touristische Trampelpfad nicht führen würde, die dafür umso ehrlicher venezianisch sind. Es lohnt sich, das Buch mit Notizblock und Stadtplan bei der Hand zu lesen…
Als besonderes Goodie ist die kurze Venezianische Weinkunde anzusehen, die sich während meiner letzten beiden Aufenthalte ernstlich bewährt hat.
Ein Buch, auf das man bei Reisen zu unseren südlichen Nachbarn unter keinen Umständen verzichten sollte, ist der Slot Food-Führer Osterie d’Italia, momentan in der Ausgabe 2010/11:
Venedig sind in diesem voluminösen Verzeichnis preiswerter Gaststätten mit herausragender Küche nur einige wenige Einträge gewidmet, aber das reicht immerhin, um ein paar kulinarisch ertragreiche Tage zu beiden Seiten des Canale Grande zu verbringen.
Erkenntnis aus dieser Vor-Lese: es gibt erstens brauchbare Bücher zum Thema Kulinarik in Venedig und zweitens gute Chancen, beim Schlemmen keineswegs bankrott zu gehen, getreu dem Motto: Besser. Einfach. Ein ehrlicher Dank gebührt dafür Günter Schatzdorfer und Wolfgang Böck.
Saiblingsfilet auf Kürbisgemüse
Herr, es ist Zeit: der Sommer war sehr groß — so beginnt nicht nur Rilkes Herbstgedicht, sondern genau genommen jeder Herbst, denn das Tröstliche ist ja: es gibt auf einmal ganz andere Leckereien, die das Sommerende verschmerzen lassen.
Der heimische Saibling ist nicht nur für sich allein äußerst schmackhaft, er verträgt sich auch gut mit den kulinarischen Bodenständigkeiten der Steiermark…
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Kabeljau in Weisswein-Senf-Sauce
Den einstigen Massenfisch hat man in freier Wildbahn abgefischt – jetzt gibt es Exemplare aus dänischer Aquakultur.

Dennoch ein wohlschmeckender Meeresbewohner, schon gar mit einem Schuss Weisswein gegart…
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Pangasiusfilet auf Fenchelrisotto
Frischer Fenchel hat ein herrlich intensives Aroma…

… das aber herrlich unter einen eher ereignislosen Fisch wie Pangasius passt.
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Saiblingsfilet mit Kräuterreis
Kann man da nein sagen? Fangfrische Saiblinge aus dem Waldviertel, gleich am Marktstand filetiert. Das gibt einen echt noblen Quickie…

Dazu ein simpler Langkronreis mit vielen frischen Kräutern.
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Lachs-Zitronen-Cannelloni
Noch was Räucherlachs übrig? Gemischt mit Lachsfilet gibt das eine herrliche Füllung für Cannelloni.

Der geschmackliche Kick steckt aber im Bechamel…
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Bengalischer Fisch in Joghurtcurry
Doi Maach ist eine Spezialität, die nur in Bengalen so zu bereitet wird: Fisch mit Joghurt.

Eine herrlich aromatische Gewürzpaste bildet den Grundstock dieses simplen, aber auf dem Gaumen äußerst wirkungsvollen Gerichts.
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Forellenfilet mit Limetten-Espuma
[Drei von Vieren] Ein wenig Schi-Schi in der Küche kann ab und zu auch nicht schaden – und Espumas sind immerhin noch Mode vom letzten Jahr, oder zumindest aber dem davor…

Das Schaumige hat was für sich, der Kick ist aber die Limette!
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