Rindsbraten mit Feigen-Rotwein-Sauce

Eine Anwandlung von Exotik zum Klassiker: ein edles Stück vom Nockalm-Rind, rischer Stangensellerie – und natürlich jede Menge Rotwein!

Großer Sonntagsbraten bedeutet meist lange Vorbereitungszeit: marinieren, langsam braten – aber das Ergebnis zahlt sich allemal aus. Hier mit Feigen und Gemüse.

Zeitbedarf: mindestens 12 Stunden marinieren, 5 Stunden Garzeit.

  • 1,5 – 2 kg Rindsbraten bester Qualität
  • 1 l kräftiger Rotwein
  • Schale von 1/2 Orange, grob geschält
  • 1 Dutzend getrocknete Feigen
  • 6-8 Gewürznelken
  • 2 kleine Zimtstangen
  • 1/2 kg mehlige Erdäpfel

Rindfleisch grob zuparieren, etwas Fett darf aber ruhig dranbleiben! In ein hohes, enges Gefäß einlegen und mit dem Rotwein, den Feigen, Orangenschalen und Gewürzen bedecken – mindestens 12 Stunden kühl gestellt marinieren lassen.
Die Erdäpfel in der Schale weichkochen, Wasser abgiessen und kaltstellen – am besten überhaupt am Vortag.

  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 1 kleine Zwiebel
  • 20 g Bauchspeck

Backrohr auf 140 Grad vorheizen. Sellerie, Karotten, Zwiebeln und Bauchspeck in feine Würfelchen scheiden.

  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer

Das Fleisch im heissen Öl in einer ofenfesten großen Kasserolle (mit Deckel!) rundum gut anbraten. Herausheben, Gemüse und Speck ins Öl geben und etwa 5-6 Minuten scharf anbraten. Mit etwa 3/8 l vom Rotwein der Marinade aufgiessen, aber durch ein Sieb giessen, damit keine Nelken mit hineinrutschen. Feigen, Zimstangen und Orangenschalen aus der Marinade fischen und zum Braten geben.

Im Backrohr bei 140 Grad 3 1/2 Stunden zugedeckt schmoren, nach 2 Stunden jeweils alle halbe Stunde Nachschau halten und gegebenenfalls mit einem 1/8 l vom Rotwein der Marinade übergiessen. Auch das Gemüse am Boden durchrühren.

Danach Deckel abnehmen und eine weitere Stunde offen braten lassen, abei wieder alle 20 Minuten nachschauen und gegebenenfalls mit Rotwein aufgiessen. Die Sauce sollte aber keinesfalls zu dünn werden. Am Ende muss der Braten noch eine halbe Stunde zugedeckt ruhen. Wasser für die Knödel zustellen.

  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 50 g Weizengriess
  • 2-3 kleine Zucchini
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 1 EL Butter
  • 1/16 l Schlagobers
  • 1 Prise Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer
  • 25 g geriebene Pistazien

Die am Vortag gekochten Erdäpfel schälen und durch die Presse drücken. Mit Mehl, Eiern und Griess zu einem Teig verarbeiten. Kleine Knödelchen daraus formen – Durchmesser max. 3-4 Zentimeter! – und im leicht sprudelndem Wasser ein Testknöderl kochen. Restliche Knöderl mit der Testzeit garen.

Zucchini raspeln, in Olivenöl andünsten, bis sie weich aber noch nicht zerfallen sind, Petersilie, frisch geriebene Muskatnuss und Schlagobers unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Hälfte der Knödelchen in geriebenen Pistazien wälzen. Wein-Gemüse aus der Bratenpfanne mit je 2 Feigen in kleine Förmchen füllen, mit je einem blanken und einem panierten Knödelchen auf einem vorgewärmten Teller anrichten, Bratenscheiben auflegen und mit etwas Bratensaft samt Gemüse übergiessen. Verzieren mit etwas Balsamicoreduktion.

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