Linsen mit Speck

Ein Klassiker – diesmal aber ganz und gar nicht pampig!
Linsen mit Speck
Linsen sind empfindliche Früchte; hierzulande werden sie meistens zu Matsch gekocht und zusätzlich eingedickt, was am Ende eine Art Mörtel beschert, von dem man schwer verstehen kann, was die Leute daran finden. Es geht aber auch anders…

  • 100 gr grüne Linsen
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 große Gemüsezwiebel
  • 1 Bund Petersilie
  • 1/8 l trockenen Weisswein
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Schuss Weinessig
  • etwas grünen Speck für die Pfanne
  • 2-3 Scheibchen grünen Rosmarinspeck pro Person

Linsen über Nacht einweichen – man kann natürlich auch Linsen aus der Dose nehmen, dann ist aber Eile bei der Zubereitung geboten, da sonst wieder nur Matsch rauskommt. Getrocknete, eingeweichte Linsen 2 Finger hoch bedeckt mit Gemüsesud bis zu 20 Minuten weichkochen: die Linsen müssen aber unbedingt noch bisfest sein! Linsen aus der Dose gut abspülen und abtropfen – je trockener, desto besser.

Zwiebel klein hacken, Karotte in Stifte oder dünne Halbkreise schneiden, Knoblauch in dünne Scheiben schneiden (das macht sich optisch recht gut). Den Sellerie schälen, in kleine Quader schneiden. Petersilie hacken.

Den grünen Speck für die Pfanne klein schneiden und bei großer Hitze auslassen; im ausgetretenen Fett das Gemüse unter ständigem Rühren rösten, bis es bißfest durch ist. Linsen beigeben und 2 Minuten mitrösten. Mit dem Wein aufgießen, gehackte Petersilie beimengen und nur noch solange auf der Flamme lassen, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist. Salzen und pfeffern nach Geschmack.

In einer separaten Pfanne den dünn geschnittenen Rosmarinspeck glasig braten, nicht knusprig werden lassen! Linsen mit einem Spritzer Weinessig abschmecken – oder den Essig für individuellen Gebrauch bereitstellen. Linsen anrichten, den Speck obenauf, mit etwas Petersilie bestreuen, dazu Servietten- oder rustikaler Semmelknödel.

Ein echter Klassiker, wie er schmecken könnte, wenn man Linsen, die doch ein recht feines Gemüse sind, etwas mehr Respekt entgegenbrächte… Zur Not geht’s natürlich auch ohne den Speck, falls jemand darauf unbedingt verzichten möchte. Wer aber richtigen grünen Rosmarinspeck mit Salzkruste bekommt, wird herausfinden, warum das keine so gute Idee ist!

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Post Navigation